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Hund (16 von 531 Artikel)
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Artgerechte Fütterung
Ist das Futter gesund, freut sich der Hund.Artgerechte Fütterung
Ist das Futter gesund, freut sich der Hund
Gut ist es natürlich, wenn ein Hund keine Krankheiten hat. Besser ist es aber, wenn er sich wohlfühlt, wenn er Freude an Spaziergängen, gutem Futter und dem Miteinander mit Menschen hat. Dann ist er wirklich rundum gesund! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht dies für den Menschen genauso: „Gesundheit ist nicht allein das Nichtvorhandensein von Krankheiten und Gebrechen, sondern der Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.“
Die Lebenserwartung von Hunden ist seit den 1980er-Jahren deutlich gestiegen. Im Durchschnitt leben sie heute 2,4 Jahre länger, d. h. 11,9 Jahre. Viele Tiere werden auch deutlich älter. Dass diese Entwicklung mit der zunehmenden Fütterung von Fertignahrung und damit einer ausgewogenen Ernärung im Zusammenhang steht, wurde in Untersuchungen bewiesen. So bestätigt auch Ökotest (Sonderheft „Kompakt Haustiere“): „Nach einhelliger Meinung der Experten ist die kommerzielle Fertignahrung die einfachste, sicherste und meistens auch preiswerteste Vollwertkost.“
Was aber ist eine artgerechte Fütterung?
Artgerecht ist Futter dann, wenn es schmackhaft ist, sämtlichen Sicherheitsstandards entspricht und alle Nährstoffe enthält, die ein Hund von Natur aus braucht, um gesund zu bleiben. Eine Voraussetzung, die bei selbst zubereitetem Futter nur schwer zu erfüllen ist. Manchen Hundehaltern erscheint pures Fleisch für die Nachfahren des Wolfes artgerechter als Feucht- oder Trockenfutter. Doch unsere Hunde sind keine Wölfe mehr. In den zehntausend Jahren ihrer Domestikation haben sich nicht nur ihre Verhaltensweisen, sondern auch ihr Nährstoffbedarf angepasst. Die Nahrung eines Wolfes umfasst ca. 40 bis 50 Prozent Eiweiß, 20 bis 25 Prozent Fett und 10 Prozent Kohlenhydrate. Experten bewerten dagegen eine Ration fßr unsere Hunde mit 20 bis 30 Prozent Protein und 5 bis 15 Prozent Fett als angemessen. Den verbleibenden Anteil von 30 bis 50 Prozent machen die Kohlenhydrate aus. Eine ausschließliche Fleischernährung ist also absolut nicht artgerecht. Außerdem: Auch ein Wolf ist kein reiner Fleischfresser, sondern ernährt sich von Beutetieren, nimmt über deren Magen-Darm-Trakt wichtige pflanzliche Bestandteile auf und verschmäht auch andere pflanzliche Materialien nicht.
Welpe, Senior, Trächtige Hündin
Sie dauert im Schnitt 63 Tage und hat unübersehbare Auswirkungen...Welpe, Senior, Trächtige Hündin
Welpe, Senior, Trächtige Hündin
Sie dauert im Schnitt 63 Tage und hat unübersehbare Auswirkungen auf den Nährstoffbedarf der Hündin, aber erst ab der fünften Woche. Dann erhöht sich der Energiebedarf wöchentlich um ca. 10 Prozent, sodass kurz vor der Geburt bis zu 170 Prozent des vorherigen Kalorienbedarfes benötigt werden. Besonders der Eiweiß- und der Kalziumbedarf steigen erheblich in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit an, da jetzt die Welpen im Mutterleib sehr schnell wachsen. Bitte geben Sie zu einem ausgewogenen Aufzuchtfutter, das der Hündin dann gegeben werden sollte, keine weiteren Ergänzungspräparate hinzu.
Die Säugezeit
Sie dauert ca. sechs Wochen und ist die größte ernährungsphysiologische Herausforderung. Denn jetzt kann sich der Energiebedarf der Hündin um das Drei- bis Vierfache steigern. Am besten gibt man seiner Hündin eine energie- und mineralstoffreiche Welpennahrung nach Bedarf und Appetit. Der Proteingehalt des Feuchtfutters sollte um die acht Prozent betragen, damit das Zellwachstum der Welpen optimal verlaufen kann. Interessieren sich die Welpen für das Futter der Hündin, so kann ab der dritten Woche Feuchtfutter für Welpen, auf einer Untertasse verstrichen, zum Ablecken angeboten werden. Innerhalb von acht bis zehn Tagen verdoppelt ein neugeborener Welpe übrigens sein Geburtsgewicht.
Das Wachstum
Es dauert, je nach zu erwartendem Endgewicht des Welpen, acht bis 18 Monate, bei Riesenrassen sogar bis 24 Monate. Ab der Übernahme vom Züchter im Alter von acht bis zehn Wochen sollte der Tagesbedarf beim Junghund abgewogen und zunächst auf mindestens drei Mahlzeiten pro Tag verteilt werden. Eine übermäßige Nährstoffaufnahme kann zu Fettleibigkeit im Erwachsenenalter und unumkehrbaren Schäden in der Skelettentwicklung führen. Die Welpen haben sich an das Futter vom Züchter gewöhnt. Geben Sie Ihrem Welpen deshalb, nachdem er bei Ihnen zu Hause eingezogen ist, das gewohnte Futter eine Weile weiter, und stellen Sie dann langsam innerhalb von f¨nf Tagen auf das von Ihnen bevorzugte Futter um.
Der Senior
Zwischen sieben und zehn Jahren (kleine Hunderassen altern später) beginnt der Alterungsprozess, der sich in mangelnder Lauffreude, glanzloserem Fell und Bewegungsproblemen äußern kann. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, werden der Nahrung häufig noch hochwertigere Fette und Vitamine zugesetzt. Ein gleichzeitig verringerter Energiegehalt steuert der unerwünschten Gewichtszunahme durch mangelnde Bewegung entgegen. Füttern Sie Ihrem Senioren die Tagesration auf dreimal pro Tag verteilt, er ist dann nicht so heißhungrig. Um eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit zu verbessern, können funktionelle Snacks bei täglicher Gabe helfen. Der übergewichtige Hund Fast ein Drittel aller Hunde in Deutschland ist übergewichtig. Übergewicht entsteht durch ein Missverhältnis von Kalorienaufnahme und -verbrauch. Die Gründe für das Missverhältnis haben Wissenschaftler in Studien untersucht. Demnach vermenschlichen Halter ihre Hunde zu sehr. Statt mit ihnen spazieren zu gehen oder zu spielen, wählen sie Füttern als Kommunikations- und Belohnungsmittel. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem Skelettprobleme bedrohen die Gesundheit dicker Hunde. Eine konsequente Reduktion der Futtermenge (20 bis 30 Prozent weniger Kalorien) hilft beim Abnehmen ebenso wie ausgiebige Tobe- und Spielstunden und liebevolle Konsequenz gegenüber dem herzerweichenden „Bettelblick“.
Fehler bei der Ernährung von Hunden
So bitte nicht!Fehler bei der Ernährung von Hunden
So bitte nicht!
Rohes Fleisch
Rohes Fleisch kann Krankheitserreger enthalten. Insbesondere über rohes Schweinefleisch kann das Virus der Aujeszky‘schen Krankheit, die beim Hund stets tödlich verläuft, übertragen werden. Aber auch in rohem Fisch, Rind- und Geflügelfleisch können Erreger wie Salmonellen und Wurmlarven stecken. Da diese erst bei hohen Temperaturen abgetötet werden, darf Fleisch nie roh verf¨ttert werden.
Tischreste
Tischabfälle und Speisereste haben im Hundenapf nichts zu suchen. Zu wenig Eiweiß, zu viel Fett oder zu stark gewürzte Speisen können zu Fellproblemen, Übergewicht oder anderen Erkrankungen führen.
Leckerli
Nichts spricht dagegen, einen Hund ab und zu mit einem Leckerbissen zu belohnen oder auch mal zwischendurch zu verwöhnen. Wer zu Käse, Keksen, Aufschnitt oder Kartoffelchips greift, beschwört bei seinem Hund ¨berfl¨ssige – und ungesunde – Pfunde herauf, und das tut ihm alles andere als gut. Ein hundegerechter Snack fördert dagegen nicht nur die gute Beziehung zwischen Mensch und Hund, sondern unterstützt auch die Gesundheit und das Wohlbefinden des Vierbeiners. Am besten erfüllen unsere speziell für Hunde entwickelten Produkte diesen Anspruch. Allerdings sollte auch hier auf ein gesundes Maß geachtet und der Energiewert der Snacks von der Futtermenge der Hauptration abgezogen werden.
Schokolade
Schokolade enthält Theobromin, das chemisch dem Koffein ähnelt. Studien haben gezeigt, dass Hunde im Vergleich zu anderen Säugetieren sehr viel empfindlicher auf Theobromin reagieren. Mögliche Folgen sind Erbrechen, Durchfall, starkes Hecheln, Unruhe und Muskelzittern. Es ist in größeren Mengen für Hunde giftig.
Knochen
Wer seinem Hund Knochen gibt, geht ein hohes Risiko ein. An einem Knochen können sich Hunde regelrecht die Zähne ausbeißen. Außerdem gelangen die abgeschluckten Knochen oft gar nicht in den Darm, sondern werden wieder erbrochen. Scharfe Knochensplitter können den Rachenraum und den Magen-Darm-Kanal erheblich verletzen. Hinzu kommt, dass Knochenreste – weil sie schwer verdaulich sind und lange im Dickdarm verbleiben – sich zusammenballen und austrocknen. Dadurch entsteht der sogenannte weiße „Knochenkot“, der für den Hund sehr schwer abzusetzen ist. Manchmal muss dieser sogar durch eine Darmspülung beim Tierarzt entfernt werden. Ist das nicht möglich, hilft oft nur noch eine Notoperation.
Nur Fleisch
Der Hund ist ein Beutetierfresser und lebt nicht von Fleisch allein. Neben tierischen Nährstoffen braucht er auch pflanzliche Nahrung. Bei reiner oder auch einer weit überwiegenden Fleischfütterung bekommt ein Hund zu viel Phosphor, zu wenig Kalzium, Kohlenhydrate und Rohfasern. Mögliche Folgen sind Verdauungs- und Wachstumsstörungen sowie irreparable Knochen- und Gelenkerkrankungen.
Gar kein Fleisch
Hunde sind auf tierische Nahrung angewiesen, denn essenzielle Nährstoffe, wie bestimmte Aminosäuren und die Fettsäure Linolsäure, kommen in rein pflanzlicher Nahrung nicht vor.
Katzenfutter
Hunde haben einen weitaus geringeren Eiweißbedarf als Katzen. Ein mit Katzenfutter ernährter Hund wäre also alles andere als bedarfs- und artgerecht versorgt. Nascht ein Hund allerdings ab und zu aus dem Napf einer Katze, so besteht keinerlei Grund zur Sorge.
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